Wer sind die Mitglieder?
Unsere Mitglieder sind in erster Linie Privatpersonen, die an ihrem Wohnort durch den Flugverkehr des EuroAirports Basel-Mulhouse unmittelbar betroffen sind.
Da Fluglärm stark von den lokalen Gegebenheiten abhängt, ist die Belastung räumlich sehr unterschiedlich verteilt. Bereits eine Verlagerung eines einzigen Standardverfahrens kann dazu führen, dass eine Gemeinde plötzlich entlastet und eine andere neu belastet wird. Die Betroffenheit durch Lärm ist daher dynamisch und potenziell wechselhaft.
Der Verein zählt im Moment ca. 200 Mitglieder.
Unsere Zielgruppe:
- Alle Einwohner des Landkreises Lörrach
- Bewohner bis in den Raum Freiburg
- Menschen, die sich für Gesundheitsschutz, Lebensqualität und Klimaschutz einsetzen
Was macht der Verein?
Die Bürgerinitiative Südbadischer Flughafenanrainer e.V. (BISF) setzt sich für einen verantwortungsvollen und ausgewogenen Flugverkehr sowie eine nachhaltige und gesundheitsverträgliche Entwicklung am Flughafen Basel-Mulhouse ein.
Der derzeitige Betrieb des Flughafens steht in einem natürlichen Spannungsverhältnis zu diesem Grundsatz, die auch die deutsche Seite, ohne an der Betreibergesellschaft beteiligt und somit ohne Mitentscheidungsbefugnis ist, betreffen.
Unser Ziel ist es, die Lebensqualität der Anwohner auf der deutschen Seite im Dialog mit den Nachbarinitiativen in Frankreich und der Schweiz nachhaltig zu verbessern. Dafür engagieren wir uns mit sachlicher Aufklärung, konstruktivem Austausch und dem Einsatz für wirksame Maßnahmen zur Reduzierung der Belastungen.
Der Flughafen Basel-Mulhouse ist ein binationales Infrastrukturprojekt unter französischer Rechtsaufsicht. Trotz der formalen Gleichstellung beider Trägerstaaten ist aus der operativen Ausrichtung ein erheblicher Anteil dem schweizerischen Markt zuzurechnen. Dessen Belastungen äußern sich in Form von nächtlichem Fluglärm, gesundheitlichen Auswirkungen, Luftschadstoffen sowie in einer Vielzahl von Umwegestarts, die – aus rein flugbetrieblichen oder kommerziellen Motiven – nicht der geografisch naheliegenden Streckenführung folgen.
Wieso wurde der Verein gegründet?
Der Wendepunkt 1999: Mit der Schließung des Militärflugplatzes Bremgarten 1994 entfiel der Schutz vor Fluglärm über dem Markgräflerland. Die Deutsche Flugsicherung gab 1999 den Luftraum für zivile Nutzung frei – ohne die betroffenen Gemeinden einzubeziehen.
Sofortige Auswirkungen: Der EuroAirport nutzte diese Chance und leitete ab sofort Landungen über die 270°-Kurve über deutsches Gebiet. Auch Südstarts bekamen die Option, über das ELBEG-Verfahren – eine weiträumige Kurve über Deutschland – zu fliegen, statt direkt nach Süden.
Das Hauptproblem: Deutschland ist nicht am Flughafen beteiligt, trägt aber einen Großteil der Lärmbelastung. Viele Flüge nutzen unseren Luftraum nicht aus Notwendigkeit, sondern zur Entlastung der Schweizer Seite.
Rechtliche Situation: Ein geplanter Staatsvertrag zwischen Deutschland, Frankreich und der Schweiz wurde nie umgesetzt. Bis heute fehlt eine rechtliche Grundlage für die Nutzung deutschen Luftraums durch den EuroAirport.
Die BISF wurde 2001 als direkte Reaktion auf diese Entwicklung gegründet.
Mitgliedschaften und Zusammenarbeiten
Nur im engen Austausch mit anderen Akteuren und Organisationen schaffen wir Erfolge. Deshalb kooperieren wir mit folgenden Gruppierungen:
Stay Grounded
Netzwerk Ultrafeinstaub
Netzwerk zwischen Deutschland, Niederlande und Frankreich
Aktionsgemeinschaft Natur- und Umweltschutz Oberbaden e.V. Aktuell vertritt die BISF das ANUO im Klimabeirat Lörrach
Kontaktmöglichkeiten
Per Mail: info@euroairport-laerm.de
Verein finanziell unterstützen:
Bank – und Spendenkonto:
B.I. Südbad. Flughafenanr. BISF
IBAN: DE03 6839 0000 0000 7329 66
Dem Verein beitreten
Der Verein erhebt keine regulären Mitgliedsbeiträge und agiert
ausschließlich auf freiwilligen Spenden, die die BISF dankbar annimmt und als
Anerkennung ihrer Arbeit betrachtet.